
Familientradition wird im vogtländischen Musikinstrumentenbau ganz groß geschrieben. Das in Generationen gesammelte Wissen wird an die Jungen weitergegeben und bleibt so in Familienbesitz. Hier ein Bild aus der Firma Metallblasinstrumente Jürgen Voigt, Inhaber Kerstin Voigt. Im Bild: Tochter Kerstin und Vater Jürgen bei der Arbeit.
Inhalt
Bild der Woche – Familientradition
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47. Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneukirchen beginnt
Am 10. Mai beginnt der 47. Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen in den Kategorien Horn und Tuba. Bereits heute reisen die 141 Teilnehmer aus 27 Ländern und 4 Kontinenten nach Markneukirchen an. Diese 141 Teilnehmer, davon 73 in der Kategorie Horn und 68 in der Kategorie Tuba, haben bereits eine in diesem Jahr erstmals durchgeführte CD-Vorauswahl überstanden, die aufgrund der hohen Bewerberzahlen und aus Kapazitätsgründen nötig geworden war.
In den kommenden Tagen werden von einer International besetzten Jury unter Vorsitz von Prof. Christian Lampert (Horn) und Prof Klemens Pröpper (Tuba) die Sieger in insgesamt 4 Wettbewerbsrunden ermittelt. Dabei stehen für die jungen Musiker zahlreiche anspruchsvolle Werke auf dem Programm.
Der Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen ist Mitglied der “World Federation of International Music Competitions”, einem weltweiten Zusammenschluss hochkarätiger Musikwettbewerbe. Und so gilt die erfolgreiche Teilnahme am Markneukirchener Wettbewerb als Sprungbrett für die Karriere der jungen Musiker. Neben dem Ansehen warten auf die Teilnehmer des Wettbewerbs in jeder Kategorie Preise im Wert von insgesamt 10.000 Euro sowie zusätzlich zahlreiche Sachpreise und Konzertengagements.
Der Wettbewerb, der komplett öffentlich stattfindet, ist in ein umfangreiches Rahmenprogramm eingebettet. Bereits das Eröffnungskonzert am 11. Mai verspricht ein Highlight zu werden. Bei dem Konzert werden gleich zwei Sinfonieorchester musizieren. Es tritt das Grenland Symfoniorkester aus Norwegen gemeinsam mit dem Sinfonieorchester Markneukirchen auf. Solist des Abends ist der Pole Tomasz Daroch am Violoncello, der 2009 den ersten Preis beim Internationalen Instrumentalwettbewerb in Markneukirchen erringen konnte.
Am 15. Mai gibt das Blasorchester Markneukirchen mit seinem Konzert “Tubawelten” einen Einblick in die Möglichkeiten des tiefen Instruments. Prof. Jörg Wachsmuth wird gemeinsam mit dem Blasorchester auch die in Markneukirchen und Klingenthal gebaute Riesentuba vorstellen. Diese wird erstmals in einem Konzert zu hören sein.
Am 19. Mai endet der Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen mit dem Preisträgerkonzert. Die diesjährigen Finalisten werden ausgewählte Werke aus dem Wettbewerbsprogramm präsentieren, begleitet vom Philharmonischen Orchester des Theaters Plauen-Zwickau.
Zahlreiche Vorträge, Ausstellungen und weitere Veranstaltungen lokaler Musikgruppen runden das Rahmenprogramm des 47. Internationalen Instrumentalwettbewerbs ab und sorgen für ein besonders musikalisches Flair in der Stadt der Instrumentenbauer.
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49. Internationaler Akkordeonwettbewerb in Klingenthal startet
Heute Abend startet der 49. Internationale Akkordeonwettbewerb in Klingenthal mit einer Eröffnungsveranstaltung, bei der unter anderem die Internationale Jury feierlich berufen wird.
Die Stadt am Aschberg steht bis zum 13. Mai wieder ganz im Zeichen des Akkordeons. Klingenthal ist die Stadt des Akkordeons, das hier in zahlreichen Unternehmen hergestellt wurde und immer noch hergestellt wird. Bereits 1948 fand der erste Akkordeonwettstreit in Klingenthal statt.
Der Internationale Akkordeonwettbewerb richtet sich sowohl an Solisten, als auch an Duos und Ensembles mit bis zu sechs Mitgliedern. Die Sieger werden in neun verschiedenen Kategorien ermittelt. Neben den Wettbewerbsrunden, werden während des Wettbewerbs zahlreiche hochkarätig besetzte Konzerte im Rahmenprogramm präsentiert. Dabei wird die ganze musikalische Breite, die das Akkordeon ermöglicht, gezeigt. Die Palette reicht von den für das Akkordeon typischen Musikrichtungen Tango und Jazz bis hin zu Klassik und moderner Musik.
Der Nachwuchs kommt beim Internationalen Akkordeonwettbewerb in Klingenthal ebenfalls nicht zu kurz. So gibt das Akkordeon-Landesjugendorchester Baden-Württemberg am 12. Mai ein Konzert und präsentiert zahlreiche unterschiedliche Musikrichtungen.
Am 13. Mai endet der Wettbewerb mit dem großen Preisträgerkonzert, bei dem die besten Teilnehmer des 49. Internationalen Akkordeonwettbewerbs ihr Können präsentieren und gemeinsam mit der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach musizieren.
Weitere Informationen unter www.accordion-competition.de
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Bild der Woche – Details zum Staunen

Was für den Musikinstrumentenbauer alltäglich ist, versetzt den Besucher immer wieder ins Staunen. Schaut man den Meistern bei Ihrer Arbeit über die Schulter, entdeckt man so viel Interessantes und Kurioses, dass es manchmal schwer wird unsere Besucher wieder aus der Werkstatt zu locken. Hier ein Eindruck aus der Bogenmacherwerkstatt Heiko Wunderlich in Adorf / Vogtland.
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Riesendame von Format
Sie ist 2,05 m hoch, ca. 50 kg schwer, aus glänzendem Messing, kann singen bis zum eingestrichenen b (b1) und brummen bis zum Subkontra B (B2) – vorausgesetzt, man hat sehr viel Luft und weiß damit umzugehen.
In letzter Zeit wurden zahlreiche Musikinstrumente im Großformat im Vogtland gefertigt. Die Geschichte der Riesengeige ging mit ihrem Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde um die ganze Welt. Doch heute soll hier die Rede von einem blechernen Riesen sein, der demnächst ganz groß rauskommen soll.
Bereits im Jahr 2010 wurde eine Riesentuba von 20 Firmen und 15 Privatpersonen aus dem Vogtland gemeinsam hergestellt. Das Rieseninstrument ist doppelt so groß wie eine normale Kontrabass-B-Tuba.

Hartmut und Michael Geilert, zwei der Erbauer der Riesentuba, mit dem Instrument. Rechts im Bild ist eine Tuba normaler Größe zu sehen
In diesem Jahr soll die Tuba erstmals auch in einem Konzert zu hören sein, nachdem das Instrument bereits im Oktober 2010 beim Sommer-Grand-Prix in der Klingenthaler Vogtland-Arena von Matthias Adamscheck angespielt wurde. Das Stadtorchester Markneukirchen lädt im Rahmen des Internationalen Instrumentalwettbewerbes am 15. Mai, 19 Uhr, zu einem Konzert “Tubawelten” in die Musikhalle Markneukirchen ein. Höhepunkt des Abends wird die Premiere des von Hans-Reiner Schmidt eigens für Riesentuba arrangierten Konzertstückes „Der alte Brummbär“ von Julius Fučik sein. Als Solotubist konnte Jörg Wachsmuth, Professor für Tuba an der Hochschule für Musik Dresden, gewonnen werden.
Vor dem Konzert wird ein Vortrag über die Entstehungsgeschichte der Riesentuba vom Koordinator des Projektes und Mitglied des Vereins der Freunde und Förderer des Musikinstrumenten-Museums Markneukirchen e.V., Mario Weller, gehalten. In dem etwa zweistündigen Vortrag werden zahlreiche Fotos und Filmmaterial über die Entstehung des Rieseninstruments gezeigt.
Bereits gestern Abend wurde die Riesentuba kurz in der MDR-Sendung Außenseiter-Spitzenreiter vorgestellt. Die vogtländische Riesentuba ist zwar nicht das größte Instrument ihrer Art, dafür aber wohl das einzige ihrer Größe, das wirklich in allen Bauteilen maßstabsgetreu zu einer normalen Tuba gefertigt wurde und somit uneingeschränkt spielbar ist.
Unter folgendem Link kann man den Beitrag ansehen: http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/a-z/auenseiterspitzenreiter100_letter-A_zc-2d357a04_zs-dea15b49.html
(Einfach die Sendung vom 02.05.2012 auswählen, der Beitrag über die Riesentuba beginnt bei 7:50 Minuten)
In den Rubriken: Der Musikwinkel
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